Greibers Woche – KW 5/2022

27. Januar 2022: Ricarda Kunger zu Besuch in Wadgassen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 5/2022, Bild 2

diesmal möchte ich meinen wöchentlichen Bericht damit beginnen, einer beliebten und verdienten Person ein herzliches Dankeschön zu sagen: Gunthild Klein. Während ihrer 40 Jahre bei der Caritas ist sie über 34 Jahre Leiterin der Caritas Sozialstation in Wadgassen gewesen und hat Ende 2021 ihren verdienten Ruhestand angetreten. Sie hat nicht nur bei ihrer umfangreichen Aufgabe im Pflegebereich Enormes getan, sondern auch für unsere Gemeinde und ihre Menschen außergewöhnlich viel geleistet. ‘Unsere Sozialstation’, die seit ein paar Jahren aus dem Umfeld des Rathauses nach Differten umgezogen ist, verdankt ihrem Wirken besonders viel. Auch das der Standort seinerzeit nicht aus unserer Gemeinde abgezogen wurde und in Differten zusätzlich die Tagespflege eingerichtet werden konnte. In meinem Gespräch mit Frau Klein konnte sie bestätigen, dass es wohl kein Haus in unserer Gemeinde gebe, in dem sie in dieser langen Zeit nicht schon einmal tätig gewesen sei. Der besondere Pluspunkt der Sozialstation mit ihrem Angebot ist es, dass die Menschen so lange als möglich gut versorgt zu Hause leben und alt werden können.

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Viel Spaß im wohlverdienten Ruhestand Frau Gunthild Klein, 34 Jahre Chefin der Caritas Sozialstation Auf meine Frage, was sie denn jetzt im Ruhestand so alles machen wolle, sagte sie: „Die Hoffnung, vielleicht bald als Oma für das Enkelchen da zu sein.“ Frau Klein hat mir gezeigt, dass sie nach wie vor mit beiden Beinen im Leben steht und im jetzt entschleunigten Alltag hofft, dass immer auch etwas zurück kommt von dem, was sie gerne den vielen Menschen in ihrer aktiven Zeit gegeben hat. Ich bin mir sicher, dass ihr dieser Wunsch gerne gewährt wird und es die Pandemie bald zulässt, dass wir sie auch offiziell verabschieden können. Ich habe mich sehr über ihren Besuch gefreut und wünsche ihr noch viele gesunde Jahre in einen ereignisreichen Ruhestand. Gespräch mit der Vorsitzenden der Saarbrücker Synagogengemeinde, Frau Ricarda Kunger. Vor dem Mahnmal am GedenkOrt Spurker Friedhof und im Gedenkraum. Am 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus haben wir in diesem Jahr zwei Themen besonders in den Vordergrund gestellt: Zum einen die Anbringung einer Gedenktafel für die bisher bekannten Euthanasieopfer, die auf heutigem Gemeindegebiet geboren, von hier verschleppt und später ermordet wurden. Zum anderen hatte ich am 28. Januar die Gelegenheit, Frau Ricarda Kunger, die Vorsitzende der Saarbrücker Synagogengemeinde in Wadgassen begrüßen zu dürfen. Ich hatte sie eingeladen, um ihr unsere Präsentation und die Aktivitäten an der zentralen Gedenkstätte GedenkOrt Spurker Friedhof vorzustellen und ausführlich zu erläutern. Frau Kunger zeigte sich sehr beeindruckt von unserer Erinnerungsarbeit vor Ort und die Art und Weise, wie hier die Themen Deportation und Ermordung der Wadgasser Juden, Zwangsarbeiter, Euthanasieopfer am GedenkOrt präsentiert und in Erinnerung gerufen werden.

Wie wir versuchen, junge Menschen mit unseren Erinnerungsprojekten zu vernetzen, hat ebenfalls bei Frau Kunger großen Anklang gefunden. Neu dazugekommen sind einige über die Internetseite http://gedenkort.wadgassen.de bereitgestellten und vorgelesenen Tondokumente, die über jedes gängige Smartphone direkt vor Ort oder im Internet aufgerufen und angehört werden können.

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Die ‚Gedenkmomente‘ können als Tondokumente unter (http://gedenkort.wadgassen.de/mahnmal/gedenkmomente.html) rund um die Uhr aufgerufen werden. Ich habe mich jedenfalls sehr über den Besuch von Frau Kunger gefreut. Nach unserem angeregten Gespräch sind wir beide motiviert, zukünftig gemeinsame Aktivitäten und Projekte zu planen. Virtuelles Mehrgenerationenhaus Zum Schluss noch eine Nachricht, über die ich mich letzte Woche sehr gefreut habe. Die Gemeinde Wadgassen ist als eine von drei neuen Kommunen für das Förderprojekt „Virtuelles Mehrgenerationenhaus“ ausgewählt worden. Hierbei handelt es sich um ein Projekt zur generationsübergreifenden Vernetzung, Nachbarschaftshilfe sowie sozialer Interaktion des MedienNetzwerks SaarLorLux e.V. in Zusammenarbeit mit dem saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und der Landesmedienanstalt Saarland. Die Teilnahme der Gemeinde Wadgassen bedeutet, dass wir nun die Digitalisierung mit allen Generationen noch besser teilen können. Zu gegebener Zeit wird ein Aufruf gestartet, für den sich Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme bewerben können.

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Die Teilnehmer:innen werden dann mit Tablets ausgestattet und altersgerecht in den neuen Medien geschult. Bei regelmäßigen „Kaffee-Kuchen-Tablet“ Kränzchen und weiteren Aktionen werden dann Erfahrungen ausgetauscht und das Erlernte angewandt. Nach Abschluss des Projekts dürfen die Teilnehmer:innen ihr Tablet behalten.

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Herzliche Grüße

Sebastian Greiber

Bürgermeister