Greibers Woche – KW 2/2022

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 2/2022, Bild 1

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Diese Woche dreht sich an dieser Stelle alles um unsere Kinder in unserer Gemeinde.

Seitdem wir die ‚Corona‘-Problematik haben, spielen Themen, die die Pandemie betreffen, eine dauerhafte Rolle im Alltag von uns allen - insbesondere auch bei den Kindern. Das betrifft vor allem auch Maßnahmen und Konzepten, mit denen man immer wieder versucht, ihr Herr zu werden.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 2/2022, Bild 2

Im Rahmen des vom saarländischen Innenministerium aufgelegten ‚Förderprogramms zum Erwerb mobiler Luftreinigungsgeräte für kommunale Kindertageseinrichtungen und Grundschulen‘ wurden laut Verteilschlüssel insgesamt 42.985,66 Euro an die Gemeinde Wadgassen ausgezahlt. Wie bereits in verschiedenen Veröffentlichungen geäußert, habe ich in einem offenen Brief an Innenminister Bouillon jetzt gebeten, dass wir das Geld in Wadgassen lieber anders einsetzen wollen. Warum fordern wir das?

Die Antwort hierauf lautet schlicht und ergreifend: Wir sind nicht überzeugt, dass mit den Luftreinigungsgeräten wirkungsvoll die Virenverbreitung in den Gruppen- oder Klassenräumen reduziert werden kann. Hierzu gibt es folgende Begründungen: 1. Im vergangenen Jahr haben wir hierzu Tests mit Begleitung eines Labors in Räumen und Sälen unserer KITAs und Grundschulen gemacht, die sehr deutlich gezeigt hatten, dass die mobilen Luftreinigungsgeräte keinen oder kaum Einfluss auf die Verbreitung von Viren in den Klassenräumen haben. Einzig wirksames Mittel ist das Lüften durch die Fenster. 2. Daher hatte ich mich von Anfang an gegen eine augenscheinliche nutzlose hohe Investition von rund 500.000 € für 125 ‚hochwertige‘ Luftreinigungsgeräten mit nur sehr geringem Effekt in den Schulen und KITAs der Gemeinde Wadgassen entschieden. Die Förderung des Landes mit 42.985,66 € wäre auch nur hierfür ein kleiner Zuschuss hierfür gewesen. Für 450.000€ hätte die Gemeinde neue Kredite aufnehmen müssen. 3. Die Ergebnisse einer kürzlich erfolgten Expertenanhörung von namhaften Virologen und Experten durch den Kreistag in Saarlouis kam heraus, dass Aerosole bei Ansteckungsszenarien kaum Bedeutung haben, weil Infektionen durch Tröpfchen stattfinden. Ansteckung erfolgt demnach im direkten Nahbereich der Kinder und wird durch die Luftfilter kaum oder gar nicht beeinflusst, da diese Geräte nicht die Tröpfcheninfektion verhindern können. 4. Ein weiteres Argument sind die unangenehmen ‚Nebenwirkungen‘ wie z.B. der Lärm und die Unbehaglichkeit, die die Filteranlagen auslösten, die - so die Expertin Frau Dr. Gartner in ihrer Beweisführung - wohl eher für andere Investitionen einzusetzen wären. 5. Schlussendlich ist es ein weit verbreiteter Irrtum, dass diese Geräte das Lüften bei kalten Temperaturen ersetzen. Gerade das wäre fatal, weil alle Experten und Studien belegen: Das Lüften ist das A und O, um für die Kinder in den Kitas und Schulen die maximale Sicherheit zu gewährleisten - im Zweifel auch in Verbindung mit Masken Demnach habe ich in dem offenen Brief an Minister Bouillon gefordert, die Gelder such für andere Hygienemaßnahmen oder bessere Infrastruktur in KITAs und Schulen verwenden zu dürfen, bevor wir es Ende Januar zurückzahlen müssen. Ob eine solche Umwidmung in Saarbrücken Zustimmung finden wird, bleibt abzuwarten. Ich hoffe es jedenfalls und glaube, damit unseren KITAs und Schulen deutlich besser unter die Arme greifen zu können. Blockflöten-Geschenk vom Bürgermeister Musikalische Neujahrsgeschenke Manchmal können Geschenke auch noch nach Weihnachten Freude bereiten. So geschehen, als ich letzte Woche einer ersten Grundschul-Klasse in Hostenbach einen Satz nagelneuer Blockflöten überreichen konnte.

Die Hostenbacher ABCSchützen waren begeistert, ihr erstes Musikinstrument in Händen halten zu können und prompt bekam ich von den ebenfalls anwesenden Zweitklässlern - sie konnten schon ‚Jingle-Bells‘ auf ihren Blockflöten spielen - ein schön klingendes Ständchen vorgetragen. Jingle-Bells als spontanes Ständchen Nicht zuletzt unser schon länger bestehendes Konzept für die musikalische Früherziehung in unseren Schulen und KITAs fördert recht früh die Freude und Begeisterung für das Erlernen von Musikinstrumenten, ein tolles plus der in Wadgassen existierenden zusätzlichen LernAngebote.

Die trendigsten Namen 2021 für Mädchen und Jungs Kommen wir zu den ganz ganz Kleinen: Zu guter Letzt noch etwas Trendiges. Im Trend liegen nämlich nicht nur - wie in jedem Jahr ermittelt - bestimmte Namen für unsere Neugeborenen. Ein Trend scheint auch zu sein, dass wir im Landkreis Saarlouis der Anzahl der Geburten im Landkreis die seit Jahren existierende ‚Schallmauer‘ von 2000 mit 2021 Geburten durchbrochen haben. Auch in der Gemeinde Wadgassen bedeutet das ein weiterhin kontinuierlicher Anstieg der Geburten seit den letzten 10 Jahren von durchschnittlich 100 auf jetzt 164 Geburten im Jahr! Das ist eine ganz tolle Nachricht für unsere Gemeinde und eine Bestätigung, dass es richtig war, in den vergangenen Jahren einen besonderen Fokus auf unsere Infrastruktur für junge Familien und Kinder zu legen.

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Bleibt die Frage, was waren die beliebtesten Vornamen für die Neugeborenen im vergangenen Jahr? Bei den Mädchen waren dies fast gleichauf mit den Trendnamen im Landkreis: Emily (4x), Hanna(h), Johanna, Malea, Mila, Leni (jeweils 3x). Bei den Jungs ist es ähnlich: Für Henry(i) wurde sich insgesamt 4x entschieden, für Leo und Emil jeweils 3x.

Allen Kindern wünsche ich an dieser Stelle, dass es uns Erwachsenen ganz bald gelingt diese Pandemie nach zwei Jahren endlich in den Griff zu bekommen, damit sie eine schöne, gesunde und unbeschwerte Kindheit in unserer Gemeinde erleben können.

Herzliche Grüße

Sebastian Greiber

Bürgermeister