Greibers Woche – KW 2/2021

Einlenken bei Kinderbetreuung

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

vergangene Woche hat die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten neue Regeln vereinbart, die strengere Corona-Regeln seit dieser Woche mit sich bringen. Leider bewegt sich der Landkreis Saarlouis gefährlich nahe an die Grenze der 200 Inzidenz bei den Neuinfektionen. Sollte dieser Wert drei Tage hintereinander vom RKI bestätigt und überschritten werden, gilt bei uns auch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit von 15km. Diesen deutlichen Anstieg der Infektionen sieht man leider auch in unserer Gemeinde anhand der aktuellen Zahlen, die nochmals deutlich nach oben gestiegen sind.

Für Familien mit Kindern unter 14 Jahren kann auch trotz der neuen Umstände und Regeln eine Betreuung sichergestellt werden. Das war nicht unbedingt von Anfang an im Saarland geplant; denn zunächst hieß es noch, dass nur eine weitere Person Kontakt mit dem eigenen Haushalt haben darf. Dieses Vorgehen hätte nicht nur die Kinderbetreuung stark erschwert, sondern auch zu abstrusen Situationen innerhalb der Familie geführt; Nach dem Motto: „Entscheide dich, ob du Oma oder Opa sehen willst.“ Kinder dürfen seit Monaten kaum oder keine Freunde treffen, keine Kindergeburtstage feiern und viele weitere Dinge, auf die sich Kinder oft das ganz Jahr lang darauf freuen. Für viele Kinder ist die engste Familie gerade in dieser schweren Zeit der Anker, an dem sie sich festhalten, worauf sie sich freuen und all die Einschränkungen seit Monaten ertragen. Oma und Opa sind daher mit die wichtigsten Bezugspersonen in dieser Zeit. In einem Facebook-Post hatte ich - kurz nachdem die geplanten Beschränkungen durchgesickert waren - meinem Unmut Luft gemacht und auf diese, meiner Meinung nach, realitätsfremde und kinderfeindliche Regelung hingewiesen. Viele tausend Reaktionen und Kommentare auf Facebook und in Medien wie “Focus Online” zeigten schnell, dass ich mit meinem Frust wohl nicht alleine war. Gemeinsam mit einigen weiteren Akteuren, wie zum Beispiel unserem Landrat Patrik Lauer haben wir versucht, hier entgegenzuwirken. Und tatsächlich, die saarländische Regierung hat ihre Verordnung geändert und familienfreundlicher gestaltet. Eine nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung für Kinder unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften ist nun zulässig, wenn die Kinder aus höchstens zwei Hausständen kommen.

KITA Beitrag für Januar wird übernommen Auch beim Thema „KITA-Beiträge“ konnten wir dazu beitragen, die Situation für viele Eltern etwas zu verbessern, die freiwillig ihre Kinder derzeit zu Hause betreuen. Mit Hilfe unserer Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot werden nun zwei Drittel des KITA Beitrages für den Monat Januar vom Land übernommen. Bei den Eltern, die über SEPA Lastschrift den Beitrag zahlen, wird der Beitrag von uns daher in dieser Woche bereits nur zu 1/3 abgebucht. Es ist von Ihrer Seite nichts weiter zu tun. Eltern, die per Dauerauftrag oder Überweisung den Beitrag zahlen, sind angehalten, nur 1/3 des Beitrages im Monat Januar 2021 zu überweisen. Eltern, die bereits den vollen Beitrag gezahlt haben, erhalten i.d.R. durch uns eine Rückerstattung.

Neue Sporthalle für KITA Sonnenschein

Während viele Kinder aktuell zu Hause bleiben, laufen die Arbeiten an unseren KITAs weiter auf Hochtouren. Die neue „KITA Abenteuerinsel“ in Hostenbach steht kurz vor der Fertigstellung und auch in Schaffhausen tut sich einiges. Die „KITA Sonnenschein“ wird nämlich in Kürze ihren neuen Bewegungsraum einweihen können. Der Anbau an das bestehende Gebäude wird den Kindern neue Bewegungsmöglichkeiten und Platz zum Austoben bieten, ohne das Gebäude dazu verlassen zu müssen. So können die Bewegungseinheiten besser in den Alltag der Kinder integriert werden. Bisher war die ehemalige Schulturnhalle nur über das Außengelände erreichbar.

Fahrservice für Senioren Ein Lichtblick in der Corona-Pandemie sind die Impfungen, die unlängst gestartet sind. Priorisiert werden aktuell u.a. Senioren über 80 Jahren für die es oft schwierig ist, ihre Impftermine wahrzunehmen. Damit unsere nicht mobilen Senioren ihre Impfungen jedoch auch problemlos erhalten, bieten wir und das DRK in der Gemeinde Wadgassen einen kostenfreien Fahrdienst an. Koordinieren wird diese Aufgabe unsere neue Senioren-Koordinatorin Anke Martin, die seit Anfang des Jahres die Seniorenarbeit in unserer Gemeinde betreut. Bei Fragen rund um den Fahrservice oder das Prozedere bei der Impftermin-Vergabe können Sie sich unter der Telefonnummer 06834 / 944-145 gerne bei ihr melden. Unsere neue Senioren-Koordinatorin Anke Martin Passen Sie weiterhin auf sich auf und bleiben Sie gesund.

Herzliche Grüße

Sebastian Greiber

Bürgermeister