Greibers Woche – KW 48/2020

Schwerlastkran beim Einjustieren des Riesenweihnachtsbaumes vor dem Abteihof Wadgassen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Weihnachtshäuschen vor Lebensmittelmärkten: ein wenig Weihnachtsflair mit schönen Geschenkartikeln

in besonderen Zeiten wie diesen freut man sich mehr als sonst über herzliche Besuche. Ich hatte vergangene Woche einen solch schönen Besuch von unserer neuen Leiterin der Evangelischen Kirchengemeinde. Frau Pfarrerin Ira Köhler kommt als Nachfolgerin von Andrea Lermen nach Wadgassen. Ihr Ehemann Klaus Köhler ist Pfarrer in der Versöhnungskirche in Völklingen und das Besondere an dieser Pfarrersfamilie ist, dass die Familie Köhler Schaffhausen als ihren Hauptwohnsitz ausgewählt hat. Das freut mich natürlich sehr und wir haben uns beim Antrittsbesuch bereits gut über verschiedene Themen und Berührungspunkte austauschen können.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 48/2020, Bild 3

Die Pfarrersfamilie kommt aus Birkenfeld nach Wadgassen, wo es - wie Ira Köhler betont - eine enge Zusammenarbeit mit der Zivilgemeinde gegeben hat. Das hat mich besonders gefreut zu hören und ich konnte Frau Köhler versichern, dass wir zu den beiden christlichen Kirchen seitens der Gemeinde ausgezeichnete Verbindungen pflegen. Ira Köhler berichtet viel Positives über erstes Kennenlernen Ihrer neuen Gemeinde und des Wadgasser Raums und weiß bislang die gute Naherholungsqualität, die gut funktionierende Infrastruktur und Anbindung Wadgassens bestens zu schätzen. Antritts-Besucherin und Neubürgerin der vergangenen Woche: Ira Köhler, die neue Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde Schaffhausen -Überherrn Eine Zusammenarbeit z.B. in Jugend- und Seniorenthemen von Zivil- und Kirchengemeinde habe ich spontan zugesagt und bin selbst schon gespannt auf die von Pfarrerin Köhler angedeuteten neuen Zielgruppengottesdienste, die sie zu verschiedenen Themen durchführen möchte. Sie erzählt mir bei dieser Gelegenheit von ‚Harry-Potter-Gottesdiensten‘ oder den sehr positiven Erfahrungen, die sie in ihrer vorherigen Wirkungsstätte z.B. mit einem Reformationstags-Gottesdienst im Bauhof gemacht hat. Dass auch die Kirchen unter den derzeitigen ‚Corona‘-Bedingungen leiden versucht sie z.B. auch mit der Einbindung von ‚Solo-Selbständigen‘ Musikern in den Gottesdiensten aufzufangen: Alles viele interessante Ideen, die eine zukunftsträchtige Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinde verheißen. Ich sage gerne: Herzlich Willkommen bei uns hier in Wadgassen und auf eine gute Zusammenarbeit.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 48/2020, Bild 4

Am 23.11. war es wieder so weit: Das Wahrzeichen der Wadgasser Weihnacht, der große Weihnachtsbaum vor unserem Abteihof wurde gefunden, gefällt und in einer spektakulären Fahrt durch den Ort zum Abteihof gebracht und aufgestellt. Wie in jedem Jahr ist das auch 2020 eine aufregende Angelegenheit und erfordert viel Fingerspitzengefühl beim Transport des Baumriesen durch den engen Kreisverkehr Linden- und Saarstraße. (vgl. auch den Text zum Thema Weihnachtsbaum in dieser Ausgabe) Zum Glück haben wir in diesem Jahr einen passenden Baum direkt in Wadgassen gefunden, aber unseren eigentlichen Jahreshöhepunkt, der mittlerweile überregional bekannte und beliebte Weihnachtsmarkt vor dem Abteihof kann in diesem Jahr ‚Corona‘-bedingt definitiv nicht stattfinden. Das tut allen besonders leid und der Tannenbaum bleibt dafür nur ein kleiner Trost. Trotzdem haben wir uns zumindest ein bisschen ’Weihnachtsaktion‘ für Sie überlegt.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 48/2020, Bild 5

Wenn schon kein Weihnachtmarkt, dann machen wir eben ein Wadgasser Weihnachtsdorf. Denn dann gibt’s wenigstens ein paar unserer Weihnachtshäuschen vor einigen Einkaufsmärkten in Hostenbach, Schaffhausen und Differten am ersten und zweiten Adventssamstag. Auch wenn ein Getränkeausschank derzeit nicht möglich ist, wollen Vereine und Einzelanbieter z.B. Weihnachtsschmuck und -Basteleien anbieten, die Geschenke, die Weihnachten und die Zeit davor ja auch ausmachen. Unterstützen Sie diese Angebote nach Möglichkeit und schauen Sie bei Ihren Einkäufen einmal vorbei. Ich bedanke mich ausdrücklich bei LIDL, Netto und den EDEKA-Märkten in unserer Gemeinde für die Unterstützung unseres „Weihnachtsdorfes“. Weitere Märkte wollten diese Aktion leider nicht unterstützen und keinen Standplatz zur Verfügung stellen, was ich sehr bedaure. Informationen und die Art der Angebote erfahren Sie auf einer eigenen Seite in dieser Rundschau-Ausgabe. Ein schönes Weihnachtsgeschenk ganz anderer Art ist das neue Kinderbuch der frischgebackenen Wadgasser Autorin Anna Klein. Ihr Erstlingswerk ‚Sankt Nimmerlein und die verschwundenen Träume‘ ist kein Kinderbuch wie alle. Selbst bezeichnet sie das schön illustrierte Lese- und Blätterbuch als einen „Mutmacher für Kinder und Erwachsene“, das die Forderung vertritt, das Herz der Menschen wieder zu öffnen. Die Trauma-Pädagogin und Erziehungs- und Entwicklungsberaterin hat viele Ideen und Gedanken in ihr Buch um den kleinen bärtigen Sankt Nimmerlein versammelt, der fest davon überzeugt ist, dass man seine Träume niemals aufgeben soll. Sankt Nimmerlein und die Träume der Menschen, die wahr werden können, wenn man es zulässt Ich freue mich, dass dieses ambitionierte Kinderbuch auch hier in Wadgassen entstanden ist. Sie sagt, dass sie sich mit der Veröffentlichung dieses Kinderbuches einen Lebenstraum erfüllt hat. Sankt Nimmerlein erinnert uns daran, dass die eigenen Träume nur darauf warten, in Erfüllung zu gehen. Dazu hat Anna Klein ein außergewöhnliches Buch geschrieben, dass sich hoffentlich auf so manchem Gabentisch wiederfinden wird. (weiter Infos gibt’s unter www.annas-wunderland.de und im Inneren dieser Rundschau-Ausgabe) Der Blick auf die ‚Corona‘-Zahlen dieser Woche bestätigt die Tendenz der Verlangsamung der Infektionen, aber ein weiterhin hohes Niveau der Menschen, die infiziert oder in Quarantäne sind. Corona‘-Kurve der 48. Kalenderwoche 2020 So gibt es seit Beginn der Pandemie insgesamt für Wadgassen 192 Infizierte und 484 Personen, die in Quarantäne waren. Aktuell sind in Wadgassen 29 Personen infiziert und 75 in Kontakt-Quarantäne. 402 gelten als geheilt. Gleich für wie aussagekräftig man diese Zahlen hält, sie zeigen, dass die Virusbedrohung nicht ausgestanden ist und dass wir bis zu Verbesserung der Situation noch abwarten müssen. Daher meine Bitte auch in dieser Woche: halten Sie sich an die Bestimmungen, auch damit Weihnachten entsprechend gefeiert werden kann.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 48/2020, Bild 6

Herzliche Grüße

Sebastian Greiber

Bürgermeister