4. November 2020 · KW 45/2020 · zuerst erschienen: Wadgasser Rundschau 45/2020
Greibers Woche – KW 45/2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
zu Beginn der ersten Woche des neuerlichen Lockdowns, der uns zunächst einmal bis Anfang Dezember begleiten wird, gibt es auch bei uns deutlich weiter ansteigende Corona-Zahlen. Da wollen wir hoffen, dass die schmerzlichen Maßnahmen, die jetzt von Bund und Land aufgelegt wurden, den rasanten Anstieg aufhalten können. Mit Stand vom 3. November haben wir – wie auf nachfolgender Kurve deutlich ersichtlich – in unserer Gemeinde 42 infizierte Personen und es befinden sich weitere 84 Personen in verordneter Quarantäne, als Kontaktperson.
Dieser drastische Anstieg zeigt, dass wir alle Regeln jetzt ernsthaft und konsequent einhalten müssen. Nur so können wir den fortschreitenden hohen Anstieg wirkungsvoll eindämmen und hoffen, dass alsbald der 2. Lockdown wieder beendet werden kann.

Mit ‚Corona‘ geht es dann auch weiter mit den Ausführungen zu der laufenden Woche. Neben der Schaltung unserer ‚Corona‘-Hotline (MO-FR 9.00 bis 15.00: Telefon: 06834/944-449 und per Mail an coronainfo@wadgassen.de), die man für Pandemie-Informationen und den ebenfalls wieder laufenden Lieferdienst für Bürger in Quarantäne nutzen kann, bleibt auch unsere Zentrale im Rathaus (Tel: 06834/9440) für alle „Nicht-Corona-Themen“ weiterhin besetzt. Insbesondere für die Vereinbarung von Terminen im Rathaus und allgemeine Anfragen.
Der bereits erwähnte Lieferdienst (siehe Bestellschein in dieser Ausgabe der Wadgasser Rundschau und unter www.wadgassen.de/corona-virus/) versorgt Mitbürger, die keine Gelegenheit haben sich mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen. Fürs Vorbeibringen der bestellten Waren konnten wir mit dem DRK Differten einen ehrenamtlichen Partner finden, der dreimal wöchentlich die Auslieferung übernimmt.
Meinen allerherzlichsten Dank dafür an dieser Stelle den Mitgliedern des DRK, die auch ansonsten übers Jahr sich vorbildlich mit ihrem Einsatz für die Gemeinschaft einbringen. Nur als Solidargemeinschaft gelingt es uns, die noch länger andauernde Bedrohung entsprechend zu meistern.

Kneipen-Rettungskischt Denn fast alle Mitglieder unserer Gesellschaft sind momentan mehr oder weniger von der ‚Corona‘-Pandemie betroffen. Besonders betroffen von den Einschränkungen sind aber die vielen Künstler, Musiker und Solo-Angestellte, die es momentan sehr schwer haben. Einen anderen Bereich unseres gesellschaftlichen Lebens sind die örtlichen Kneipen. Der Lockdown beschert gerade ihnen einen kompletten Stillstand, ohne dass sie das anders kompensieren könnten und stehen wiederholt vor massiven existentiellen Problemen.
Darum habe ich jetzt kurzfristig die Idee zu einer außergewöhnlichen Hilfsaktion ins Leben gerufen: Die ‚Wadgasser Kneipen-Rettungskischt‘.

Die Idee dahinter ist relativ einfach: Der Preis für die ‚Rettungskischt‘ (Stubbi-Bierkiste der Marken Kunzler, Karlsberg oder Bitburger) wird bei 15,- für Kunzler-Pils und 20,- Euro für die Stubbi-Kisten von Karlsberg oder Bitburger etwas höher angesetzt. Davon gehen dann pro Kiste 15,- Euro in den ‚Wirtschaft-Rettungsfonds‘ der Gemeinde Wadgassen. Aus dem geht das Geld dann anteilig an die Kneipen auf Wadgasser Gemeindegebiet.
Es war zusätzlich toll, wie schnell und spontan Michael Neu, Geschäftsführer der Neu KG mitgeholfen hat, das ganze umzusetzen. Die ‚Rettungskischten‘ sind ab sofort in den EDEKA-Märkten in Differten und Schaffhausen erhältlich. Auch auf der aktualisierten Bestellliste des wieder aufgesetzten ‚Corona‘-Lieferdienstes der Gemeinde kann man die Wadgasser-Kneipen-Rettungskischt ab sofort ordern. bekannt ist, sagt neulich bei seinem Besuch im Rathaus zu mir: „Ich vaschteeh mich gudd mit denne Ältere“ und man nimmt ihm das sofort ab, hat er doch in seiner Berufszeit bereits Pflegeheime geleitet und neu errichtet und auch vielfältige Erfahrungen gesammelt u.a. beim Diakonischen Werk. Weiter erklärt er mir, dass er nicht nur in Zukunft ein offenes Ohr für die Belange der Älteren innerhalb unserer Gemeinde haben will, sondern dass er auch aktiv durch Infoveranstaltungen und direkte Beratung den älteren Menschen unter die Arme greifen will. Ich wünsche ihm hierzu von Seiten der Gemeinde alles Gute und habe ihm meine Unterstützung zugesagt. Mit dem in Wadgassen wohnenden Seniorensicherheitsberater des Landkreises Saarlouis: Michel Obertin Ums gegenseitige helfen geht es auch an dieser Stelle: Denn abschließend noch mein herzliches Willkommen dem neuen Senioren-Sicherheitsberater des Landkreises Saarlouis mit Wohnsitz in Wadgassen: Michel Obertin. Er kennt sich z.B. bestens aus in den Themen Betreuungsrecht und ist in Sachen Seniorensicherheit bestens vernetzt und ist damit der 5. ehrenamtliche Seniorensicherheitsberater in unserer Gemeinde. Der rüstige Jungrentner, der vielen Wadgasser sicher
Herzliche Grüße
Sebastian Greiber
Bürgermeister