Greibers Woche – KW 44/2020

VORHER: Grundschule Hostenbach mit alter Dach- und Gaubensituation

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in dieser Woche soll Corona mal nicht das erste Wort in meinem wöchentlichen Bericht haben, obwohl die Zahlen im gesamten Landkreis und bei uns in Wadgassen kontinuierlich bedenklich steigen. Dazu jedoch später mehr.

NACHHER: Grundschule Hostenbach mit neu sanierten Dachflächen

Heute möchte ich einmal eine ausgezeichnete Leistung für die Umsetzung modernerer Gebäude-Infrastrukturen in unserer Gemeinde ansprechen: Zum Beispiel die vor kurzem erst abgeschlossene Sanierung des Dachs unserer Hostenbacher Grundschule.

Neben dem Rückbau der Gauben wurde der gesamte Dachbereich jetzt erfolgreich saniert. Dabei wurde das komplette Dach der Grundschule auch komplett neu eingedeckt.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 44/2020, Bild 3

Bei einem Investitionsvolumen der entstandenen Baukosten von rund 145.000 € für die Dachdeckerarbeiten und 15.000 € für den Gerüstbau besitzt die Grundschule Hostenbach jetzt eine solide und dauerhafte neue Dach-Infrastruktur, die sicherlich wieder einige Jahrzehnte halten wird.

Wifi4EU - Gratis surfen jetzt in vielen Gemeindeeinrichtungen möglich Eine andere Neuerung ist, was wir trotz ‚Corona‘ im Sommer auf die Beine gestellt haben: Alle reden davon, dass wir digitaler werden müssen. Dass das natürlich auch mit einer modernen IT-Infrastruktur einher gehen muss, wird einem schnell klar, wenn man sich die ursprünglichen Gegebenheiten bei den Örtlichkeiten genauer ansieht.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 44/2020, Bild 4

Wir haben genau hingeschaut und Einrichtungen der Gemeinde ausfindig gemacht, die unserer Meinung nach am nötigsten einen kostenfreien WLAN-Zugang bekommen sollten. Mit dem hierfür von der EU-Kommission ausgelobten Förderprogramm WIFI4EU erhielten wir für Wadgassen einen Zuschuss von insgesamt 15.000,- €. So konnten wir im Verlauf des Sommers an zahlreichen Gemeindeeinrichtungen endlich GRATISWLAN installieren: Dazu gehören neue WLAN Access Points am Abteihof Wadgassen, im Parkbad mit einem neu gesetzten Übertragungsmast, im Wildpark Differten, in der Bisttalhalle und in der Glückaufhalle. Selbstverständlich gibt es Gratis-WLAN jetzt auch im Rathaus, im Kapeller Eck (Dorfgemeinschaftshaus Werbeln) und im Dorfgemeinschaftshaus Friedrichweiler. Vor Ort kann man sich an den genannten Orten seit September 2020 mit jedem handelsüblichen Smartphone oder auch Rechner einfach und kostenlos mit dem Internet verbinden. Meinen Dank richten möchte ich an dieser Stelle unseren EDV-Kollegen (Patrick Hausener, Josef Decker), die die zügige Umsetzung mit den zahlreichen neuen Accesspoints in dieser kurz bemessenen Zeit hinbekommen haben. Als nächstes werden nun unsere Grundschulen flächendeckend mit WLAN ausgestattet. Dass die ‚Corona‘-Pandemie uns auch in dieser Woche weiter in Atem hält, brauche ich hier nicht gesondert zu erwähnen: Zu offensichtlich ist der derzeitige Anstieg der Zahlen in ganz Deutschland und bei unseren Nachbarn in sämtlichen Medien präsent. Gestatten Sie, dass ich an dieser Stelle einmal ein Wort in puncto ‚Corona‘ loswerde. Natürlich, es ist momentan alles schwieriger als sonst. Wir Menschen sind Gemeinschaftswesen und werden durch die verschiedensten ‚Corona‘Maßnahmen gezwungen, unsere Lebensfreude und das Lebensgefühl, das wir gerne mit anderen teilen, zurückzustellen, ja sogar schmerzlich einzuschränken. Das ist hart und wird erst recht zur existenziellen Aufgabe, wenn wir uns infiziert haben und in einen ‚schweren Verlauf‘ gelangen. Das ist zwar derzeit relativ selten, kann aber jeden von uns treffen, unabhängig von Alter und Vorerkrankungen. Daran sollten wir immer denken und niemals allzu leichtsinnig mit der bestehenden Ansteckungsgefahr umgehen. ‚Corona‘ (COVID19) ist bislang noch nicht heilbar. Da ist und bleibt es sinnvoll, sich gar nicht erst in eine solche Gefahr zu begeben. Das müsste doch für Jede(n) nachvollziehbar sein. Es ist auch nicht schwer, sich an ein paar Regeln zu halten, damit wir nicht ‚Corona‘-Krankheitszahlen bekommen, die dann nicht mehr beherrschbar sind. Daher und trotz der kritischen und steigenden Zahlen: Verliert nicht den Mut! Lasst Euch nicht frustrieren von sich häufenden Zahlenmeldungen und Hiobsbotschaften. Aber auch nicht von Flyern von Corona-Leugnern und fragwürdigen Bürgerinitiativen. Die Gesundheit eines jeden einzelnen von uns, ist keine Sache für Experimente oder fragwürdige Ideologien. Was jedermann/frau hilft, ist: 1. Maske tragen, 2. Mindestabstand halten und 3. regelmäßiges Händewaschen! und 4. Stets genug durchlüften! Das ist doch wenig im Vergleich zu einem schweren ‚Corona‘-Verlauf, den niemand wirklich haben möchte. Also: Keine übertriebene Panik und ein ruhiges Umgehen mit der Pandemie und angemessene Vorsicht: das ist das, was wir momentan beherzigen sollten und uns bis heute gut durch die Pandemie gebracht hat. Die seitens der Wadgasser Ortspolizeibehörde für diese Kurve wöchentlich ermittelten Zahlen sagen, dass wir für unsere Gemeinde mit Stand 27. Oktober einen weiter ansteigenden Trend von 13 infizierten Personen verzeichnen und sich weitere 30 Personen derzeit in Kontakt-Quarantäne befinden. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie ist nun in unserer Gemeinde auch ein erster Fall bekannt, der stationär im Krankenhaus behandelt werden muss. Das bedeutet für den gesamten Gemeindebezirk seit Ausbruch der Pandemie, dass bisher insgesamt 76 Personen infiziert waren, 174 Personen geheilt aus der Quarantäne entlassen gemeldet wurden. Bleiben Sie also weiter vorsichtig und achten Sie besonders bei den bevorstehenden Gedenktagen Allerseelen und Allerheiligen, bei denen naturgemäß auch familiäre Begegnungen stattfinden auf die bestehenden Bedingungen für private Zusammenkünfte (noch einmal zusammengefasst im vorderen Teil dieser Wadgasser Rundschau).

Herzliche Grüße

Sebastian Greiber

Bürgermeister