23. September 2020 · KW 39/2020 · zuerst erschienen: Wadgasser Rundschau 39/2020
Greibers Woche – KW 39/2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ja, sie steigen wieder die ‚Corona‘-Zahlen. In fast allen Medien hören wir täglich weiter ansteigende Werte, mittlerweile werden verschiedene sogenannte ‚Hotspots‘ - ähnlich wie im März/April dieses Jahres benannt. Das stimmt nicht nur mich sorgenvoll, sondern hinterlässt auch bei uns allen deutliche Ängste und Ungewissheiten, die man nicht einfach so wegwischen kann. In Wadgassen gibt es nach einer Zeit, in der es kaum neue ‚Corona‘-Meldungen gab, auch wieder einen sprunghaften Anstieg. Von 0 steigen wir in dieser Woche auf 3 Neuinfektionen und 25 Personen, die sich in KontaktQuarantäne befinden.
Das sind für Wadgassen nach wie vor überschaubare Zahlen, die jedoch unsere Aufmerksamkeit finden sollten, damit wir dauerhaft sicher mit der Pandemie umgehen und auch weiterhin Abstand halten, Mund-/ Nasenschutz einsetzen und die Hygienemaßnahmen erfüllen.

Das verhindert nicht zu 100% neue Fälle, aber sie lassen sich eindämmen und das funktioniert nur, wenn alle dauerhaft mitmachen. Seien Sie mit dabei, schützen Sie sich und andere Bürger.
Themenwechsel: Ich habe an dieser Stelle vor kurzem bereits die möglichen neuen Ideen für unsere Sportplätze angesprochen.

Mittlerweile hatte ich das Thema auch den Ortsvorstehern, den Vereinen und im Gemeinderat vorgestellt und für die großen Vorteile - gerade für die Jugendarbeit - geworben, die seine zukunftsträchtige Behandlung in sich birgt: Eine bessere Möglichkeit für Sportvereine zu trainieren, eine Entlastung der Vereine von der Wartung und Pflege der Rasenplätze, eine Verbesserung und ein Ausbau z.B. des Sportplatzes Schäfereidell in Wadgassen zu einem Kunstrasenplatz und schließlich die Errichtung einer Freilufthalle - der ersten im Saarland - in Schaffhausen mit einem riesigen Potenzial an Möglichkeiten für alle Sportvereine in unserer Gemeinde, aber auch zur Verwendung für Feste und andersgeartete Nutzungen.
Umso erfreulicher, dass sowohl Ortsvorsteher und alle Vereinsvorstände das Konzept begrüßen und mittragen, da sie alle wissen, dass auch der Fußballsport mit seiner wichtigen Jugendarbeit nur gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft haben kann. Denn einen traditionsreichen Verein - den SV Werbeln - hat die aktuelle Entwicklung schon eingeholt und er wurde in diesem Jahr aufgelöst.
Ohne dass bei diesem Konzept natürlich schon alles bis ins letzte Detail festgelegt wäre, hat der Gemeinderat auf meinen Vorschlag hin für das vorgelegte Sportplatzkonzept einen Grundsatzbeschluss getroffen, um darauf aufbauend die detaillierten Planungen und Kalkulationen der Neuorganisation unserer Sportplätze auszuarbeiten und in der Folge dann in Auftrag zu geben.

Auch müssen natürlich noch viele Details mit den betroffenen Vereinen abgestimmt werden.
Mit der Mehrheit der SPD-Fraktion hat der Gemeinderat auch dafür gestimmt, dabei aber leider auf die Abstimmung der CDU-Fraktion verzichten müssen, da diese sich - zum wiederholten Male - leider gar nicht an der Abstimmung beteiligen wollte.
Das ist - um es einmal an dieser Stelle auf den Punkt zu bringen - äußerst schade, denn mit diesem grundsätzlichen Votum beschreiten wir eine wirkmächtige und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Themas ‚Sport‘ in der Gemeinde Wadgassen.

Immerhin konnte ich auch bereits einen Großsponsor für den Bau der Freilufthalle finden, der fast die Hälfte der Kosten für die Freilufthalle durch ein Sponsoring tragen will.
Spätestens in der Dezember-Sitzung des Gemeinderates wird dem Rat die detaillierte Planung und Beauftragung zum Bau der Freilufthalle vorliegen, damit die Freilufthalle bereits im ersten Halbjahr 2021 stehen kann. Packen wir es an, verändern und entwickeln wir das gemeinsam. Es kommt allen Bürgerinnen und Bürgern, der Jugend und dem Handeln für die Zukunft im lebenswerten Wadgassen zu Gute.

Apropos anpacken: Dem vielbeschworenen ‚Corona‘-Stau und einem überall erkennbaren Stillstand haben wir in Wadgassen bisher wenig Möglichkeiten geboten.
Während des Frühjahrs und des Sommers haben wir zum Beispiel das Kulturhaus in Hostenbach besonders vorbildlich auf Vordermann gebracht. Eingangstüren zum Saal wurden generalüberholt Passend zum schönen Saal: Bühne wird ebenfalls noch angepasst Vor den neuen Eingangstüren des Hostenbacher Kulturhauses Das in die Jahre gekommene Kulturzentrum im bevölkerungsreichsten Ortsteil hatte es bitter nötig, generalüberholt zu werden. Dabei haben vor allem unsere eigenen Bauhofmitarbeiter mehr als ganze Arbeit geleistet. Ihnen gebührt hier dann auch mein besonderer Dank, denn sie haben mit ihrem Know-How und ihren Fähigkeiten sichergestellt, dass wir fast alle Arbeiten in Eigenleistung mit den Mitarbeitern der Gemeinde stemmen konnten. Das waren Patrick Lorson bezogen auf die Schreinerarbeiten, Sven Rickert für den gesamten Trockenbau, Hermann Kindel erledigte vorbildlich die angefallenen Fliesenarbeiten und Lucas Schug die Elektroarbeiten. Viele Arbeiten werden in unserer Gemeinde effizient durch unsere Mitarbeiter erledigt. Deshalb möchte ich einmal an dieser Stelle, stellvertretend für alle meinen ganz besonderen Dank an diese Kollegen und an die besondere und gute Arbeit, mit der sie sich im Kulturhaus Hostenbach eingebracht haben, richten. Zum Schluss noch ein positiver Ausklang für diese Woche. Auch wenn das Jahr 2020 komplett anders verläuft als geplant, scheint wenigstens der aktuelle WeinJahrgang vielversprechend zu werden. Denn seit einigen Jahren gibt es die Tradition, dass sich Bürgermeister in einem Saarländischen Weingut bei der Weinlese beteiligen und den dabei eingebrachten Wein als ‚Bürgermeisterwein‘ für ihre Bürgermeistergeschenke verwenden. Auch ich habe mich in diesem Jahr bei der Weinlese im Bio-Weingut Ollinger-Gelz (Sehndorf) gemeinsam mit vielen anderen Bürgermeisterkollegen beteiligt. Wir hoffen, durch unseren Beitrag bei der Lese zur Qualität des diesjährigen ‚Bürgermeisterweins´ aktiv beigetragen zu haben.
Herzliche Grüße
Sebastian Greiber
Bürgermeister