Greibers Woche – KW 38/2020

And the winner is: Carina Kohl und Phillipp

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Siegerbild beim Ferien-Fotowettbewerb 2020: Carina Kohl von Söhnchen Phillipp

kommunalpolitisches Engagement ist ein Ehrenamt, das viel Zeit, Interesse und Begeisterung erfordert. Es wird in den Gremien gestritten, es werden Kompromisse gesucht und es gibt zuweilen Fronten, aber auch Koalitionen zwischen den unterschiedlichen Parteienvertretern, die streiten, sich aber auch in der Sache zusammenraufen können.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 38/2020, Bild 3

Erika Neumann, Gemeinderatsmitglied von 2009-2018 Erika Neumann (19512020) konnte beides. Sie war für fast zwei Wahlperioden im Wadgasser Gemeinderat für die Partei ‚die Linke‘ aktiv und ist am 30. August plötzlich und unerwartet gestorben. Das hat mich sehr betroffen. Viele aus meiner Generation kannten sie mit ihrer herzlichen Art auch als Schulsekretärin und „gute Seele“ des Max-Planck-Gymnasiums in Saarlouis. Genauso war sie als Kommunalpolitikerin stets motiviert, sachlich, und ein zuvorkommendes Gemeinderatsmitglied. Sie hat ihre Aufgabe, sich nach besten Möglichkeiten für Wadgassen einzusetzen, immer ernst vorangetrieben. Wir behalten ihre streitbare Persönlichkeit, aber auch ihr deutliches Engagement und ihren Einsatz für die Belange der Gemeinde und ihrer Bürger in bester Erinnerung.

Jetzt zu einem anderen Thema. Während der diesjährigen Ferien habe ich erstmals einen kleinen Fotowettbewerb ausgeschrieben, bei dem die jüngsten Gemeindeangehörigen ihre schönsten Urlaubsfotos einschicken konnten. Von den Einsendungen wurde nun das schönste Foto ermittelt: Gewinnerin ist Carina Kohl aus dem Ortsteil Schaffhausen, mit einem Ferienbild ihres Sohnes Phillipp (3 Jahre), das hier nachfolgend abgedruckt wird. Ich lade die Gewinnerin ins Rathaus zu mir ein, wo sie einen Preis für das Foto erhalten wird. Wir werden in einer der nächsten Ausgaben der Wadgasser Rundschau darüber berichten. Herzlichen Glückwunsch schon einmal an dieser Stelle.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 38/2020, Bild 4

Auch ‚Corona‘ hat sich noch nicht aus unserem Alltag verabschiedet. Es gehört mittlerweile bei der großen Mehrheit der Bevölkerung dazu, sich mit der Anwesenheit des Virus abzufinden, bis man mehr dagegen tun kann. Eine Einhaltung der definierten Abstands-, Hygiene- und Schutzregeln kann eine Ansteckung deutlich verringern. Trotz der weltweiten Zunahme der Infektionen, ist die Situation bei uns derzeit stabil. In Wadgassen haben wir derzeit keinen Infizierten und keine in der Kontakt-Quarantäne befindlichen Personen. Wie bereits mehrfach an dieser Stelle von mir erwähnt, meine Aufforderung: Helfen Sie auch weiterhin mit, verhindern Sie aktiv einen unkontrollierten Ausbruch von ‚Corona‘ in unserer unmittelbaren Heimat.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 38/2020, Bild 5

Gestatten Sie - bevor ich an dieser Stelle über einen nicht alltäglichen Arbeitseinsatz in unserem Wildpark sprechen möchte - noch ein paar Worte zum bundesweiten ‚Warntag‘, der erstmals vergangene Woche donnerstags durchgeführt wurde. Zuerst die gute Nachricht: Die „gute alte Technik“ hat nach wie vor funktioniert. In der Gemeinde Wadgassen waren alle 5 Sirenen am Warntag planmäßig um 11 Uhr gelaufen und die Entwarnung war auch pünktlich zu hören. Aber ehrlich gesagt habe ich mir das ein wenig anders vorgestellt: Beim Probealarm gehören meiner Meinung nach auch die Sendeunterbrechungen in Radio und Fernsehen dazu. Die digitalen Warnungen per App waren ebenfalls über eine halbe Stunde zu spät gekommen. So probt man keine Alarmierung für den Ernstfall. Das muss beim nächsten Mal besser werden! Zu bedenken wären dann auch Zusammenhänge wie diese: Je nach Standort und Isolierung eines Hauses (z.B. Schallschutz durch Mehrfach-Verglasung, Wärmedämmung, etc.) haben es auch unsere Sirenen zwangsläufig schwerer bis „ins Haus“ durchzuschallen. Darum ist es heutzutage umso wichtiger, dass die Alarmierung durch Radio, Fernsehen und mit Hilfe der Warn-Apps auch auf dem Smartphone funktionieren. Und das hat - wie jeder bemerken konnte - definitiv überhaupt nicht geklappt. Aber neben meiner Kritik an der ausgebliebenen Alarmierung über Medien und Apps, müssen wir uns auch selbst nochmal Gedanken machen. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass während der letzten Jahrzehnte - auch aufgrund von Bürgerbeschwerden wegen „Lärmbelästigung“ - die Anzahl der Sirenen reduziert worden sind. Dies war auch ein Hauptgrund, warum mittlerweile bei Feuerwehreinsätzen die Sirenen in der Gemeinde Wadgassen neben dem wöchentlichen Probealarm, nur noch ab Brand 4 zu hören sind. Aufgrund der aktuellen Erfahrungen aus dem Warntag werde ich mit unserer Ortspolizeibehörde daher die Anzahl und Ausstattung unserer Sirenen überprüfen, ob hier Verbesserungen möglich sind, damit unsere Bürger im Katastrophenfall besser gewarnt werden können. Rückepferde beim Heranziehen des neuen Volierenmastes im Differter Wildpark Zum Abschluss möchte ich nach den traurigen Nachrichten der letzten Ausgaben vom Verschwinden unseres Hirsches ‚Hannes‘ auch einige positivere Nachrichten aus dem Wildpark vermelden. Für die Abschlussarbeiten an unserer durch Regionalbudget geförderten Großvoliere für die Schwarzstörche im Wildpark konnten wir erstmals die historische Arbeitstechnik des Bewegens schwerer Lasten im Wald mit Hilfe von Rückepferden bestaunen. Wie ausführlicher in einem eigenen Beitrag in dieser Ausgabe der Wadgasser Rundschau zu lesen ist, kamen die Rückepferde zum Transport der finalen Trägerstange für das Netzdach unserer Voliere zum Einsatz, die die Voliere zukünftig von oben abschließen wird. Neben diesem nachhaltigen Arbeitseinsatz wurde hier vor allem deutlich, dass auch im 21. Jahrhundert die Rücketechnik besonders bei schwierigerem Waldgelände eine sehr brauchbare Unterstützung bei den unterschiedlichsten Arbeitsgängen vor Ort darstellt. Zu guter Letzt noch ein paar Zahlen zum Zwischenstand bei der laufenden ‚Stadtradeln‘-Aktion: Wie der Landkreis Saarlouis berichtet, liegen wir im Vergleich zu den anderen saarländischen Kreisen deutlich vorne: Bis heute wurden im Saarlouiser Landkreis bereits über 44.000 km erradelt. Im Vergleich dazu waren es in St. Wendel: 7000 km, in MZG: 9200 km, in NK: 16000 km, im Saar-Pfalz-Kreis bisher 26.000 km und im Regionalverband SB: 28000 km. Für Wadgassen bedeutet das bei insgesamt 45 aktiven Radlern 4145 gefahrene Kilometer, die von insgesamt 8 Teams erbracht worden sind: Eine wunderbare Leistung für Klima, Natur und die Menschen. Hierfür meine besondere Anerkennung. Bleiben Sie weiterhin gesund und bis kommende Woche

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 38/2020, Bild 6

Herzliche Grüße

Sebastian Greiber

Bürgermeister