Greibers Woche – KW 35/2020

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 35/2020, Bild 1

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

an dieser Stelle habe ich während der letzten Wochen regelmäßig über die Fortschritte der aktuellen Maßnahmen auf unseren Friedhöfen berichtet. Seit dem 1. August gibt es nun auch die ersten zwei neuen Friedhofsgärtner bei der Gemeinde Wadgassen, die sich innerhalb ihrer Gärtner-Aufgaben zukünftig intensiv um unsere Friedhöfe kümmern werden.

Hier auf dem Bild kann man Christian Klein und Aaron Lagaly am Friedhof in Differten bei ihrer Arbeit sehen. Derzeit kümmern sie sich verstärkt um die UrnenGemeinschaftsfelder auf mehreren Friedhöfen. Ein herzliches Willkommen unseren neuen Gärtnern, die neben zahlreichen weiteren Aufgaben ab sofort intensiv dabei helfen unser Friedhofskonzept weiterzubringen.

Kommen wir zu Corona: An dieser Stelle informiere ich Sie wöchentlich über die aktuelle Entwicklung der Pandemie in unserer Gemeinde. Damit die Zahlen, wenn Sie diese Wadgasser Rundschau in Ihrem Briefkasten finden, möglichst aktuell sind, fügen wir die finalen Zahlen immer erst unmittelbar vor dem Druck ein. In der vergangenen Woche hat dies leider nicht geklappt und Sie konnten an dieser Stelle nur die Platzhalterbuchstaben „XX“ finden. Das tut mir leid und ich möchte mich für diesen Fehler entschuldigen und Ihnen heute natürlich noch die Zahlen der vergangenen Woche nachliefern.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 35/2020, Bild 2

Die in der Rundschau abgedruckte Grafik mit den Kurven war allerdings aktuell und so hatten wir in der letzten Woche „nur“ zwei infizierte Personen und 3 Bürger in Quarantäne.

Die neuen Zahlen von dieser Woche (KW 35) stellen sich folgendermaßen dar: Auf Wadgasser Gemeindegebiet gibt es in dieser Woche 3 Infizierte und 6 Personen, die sich in Quarantäne befinden. Das bedeutet einen leichten Anstieg für Wadgassen in dieser Woche Seit Beginn der Pandemie hatten wir somit insgesamt 49 Infizierte und 104 Personen, die sich in Quarantäne befanden, die aber wieder als gesund entlassen wurden.

Trotz überall zu verzeichnenden ansteigenden ‚Corona‘-Zahlen können wir für unsere Gemeinde immer noch zuversichtlich sein und von geringem Infektionsgeschehen sprechen. Ich wiederhole an dieser Stelle um so eindringlicher, dass es überaus wichtig ist, dass wir alle dabei mithelfen sollten und können, dass dies auch weiterhin so bleibt.

Bestürzung und Angst werden momentan aus Differten gemeldet, wo die offensichtlich psychische Erkrankung eines Mitbürgers die Menschen seit einiger Zeit beschäftigt.

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 35/2020, Bild 3

Darüber hat die Saarbrücker Zeitung dieser Tage berichtet und angedeutet, dass das derzeitige Verhalten dieses Bürgers vielen Differtern Angst macht. Vor allem auch Kindern. Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass die zuständigen Behörden mit Hochdruck daran arbeiten, dieser Person zu helfen und die Situation zu klären. Die Sorgen der Bürger nehmen wir dabei sehr ernst. Seitens der Gemeinde wurde ein Sicherheitsdienst - insbesondere zum Schutz der Kinder auf dem Schulweg beauftragt, völlig unabhängig davon, dass die Gemeindeverwaltung hier keine Zuständigkeit hat. Mir ist dabei vor allem wichtig zu unterstreichen, dass ich es verurteile, wenn aus manchen Beiträgen und Postings im Internet aufgrund dieser Situation nun auch sozial schwache Mitbürger in Sippenhaft genommen werden oder den Behörden „Nichtstun“ vorgeworfen wird. Ich weiß, dass es Stimmen gibt, dass solche Personen umgehend „weggesperrt“ werden sollen. Zum Glück leben wir aber in einem Rechtsstaat, in dem nicht einfach auf Zuruf Menschen weggesperrt werden können. Daher bitte ich um das Vertrauen gegenüber den zuständigen Behörden und unserer Polizei. Sie kümmern sich intensiv darum, dass erstens keine Gefahr für uns und unsere Kinder besteht und zweitens, dass der kranken Person schließlich geholfen werden kann. Für Ihr Verständnis sage ich ‚Danke‘ an dieser Stelle!

Ein weiteres, ebenfalls nicht ganz so einfaches Thema für mich ist unser ‚Wadgasser Weihnachtsmarkt‘ in diesem Jahr. Fast hätte man es sich bei dem derzeit wieder zunehmenden Infektionsgeschehen schon denken können: Dass Weihnachtsmarkt, Weihnachtsmärchen wie gewohnt stattfinden können, ist eher unwahrscheinlich bis unmöglich! Eine Umsetzung unter ‚Corona‘-Bedingungen auf dem Gelände vor dem Abteihof lässt sich mit Abstands- und Hygieneregeln, aber auch mit den vorgegebenen Höchstzahlen für Veranstaltungen beim besten Willen nicht umsetzen. Doch wir legen die Hände nicht in den Schoß und sagen einfach nur alles ab. Es gibt Ideen, dass wir doch etwas anderes machen können.

Eine meiner Überlegungen dazu ist es, dass wir versuchen, an verschiedenen Orten in unserer Gemeinde vereinzelt Weihnachtshütten aufstellen und den Standbetreibern mit Weihnachtsartikeln (Adventskränze, Geschenkartikel, Kunsthandwerk, etc.) an den AdventsWochenenden die Möglichkeit bieten, ihre Weihnachtsprodukte zu verkaufen. Hierzu finden in den nächsten Tagen die Gespräche mit den Standbetreibern statt. Bleiben Sie gesund und drücken Sie die Daumen, dass wir es schaffen, ohne eine erneute ‚Corona‘Welle durch Herbst und Winter zu gelangen.

Herzliche Grüße

Sebastian Greiber

Bürgermeister