Greibers Woche – KW 32/2020

Abendhimmel über Wadgassen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 32/2020, Bild 2

Sie spüren es wahrscheinlich selbst: trotz Sommerzeit und Ferien will in diesem Jahr Wetter-technisch keine rechte Urlaubsfreude aufkommen: Aber auch die andauernde Corona-Bedrohung, mit dem gleichzeitigen Wechsel von Hitze und kühlem Regenwetter sind nicht nur nervig, sondern manchmal auch drastisch.

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Was uns einerseits wunderschöne Abendhimmel bringt, bewirkt anderswo sintflutartige Regenfälle, Hochwasser, Katastrophen und Zerstörung. Unwettermeldung in Polen aus dem Internet So geschehen während der letzten Wochen auch im Partnerlandkreis Bochnia (Salzberg) unseres Landkreises Saarlouis. Die Not in dem im südlichen Polen unweit von Krakau gelegenen Landkreis ist beträchtlich und so hat sich der Landkreis Saarlouis mit mehreren Feuerwehren des Landkreises Saarlouis zusammengetan, um hier zu helfen. Es wurde ein Hilfstransport organisiert, der Hilfsgüter nach Polen brachte. Auch ich war bereits einige Male zu Gast in Bochnia und im Februar waren unsere polnischen Freunde um Landrat Adam Korta bei uns in Schaffhausen zu Gast. Deshalb war schnell klar, dass auch wir helfen wollen, als mich unser Landrat Patrik Lauer um unsere Mithilfe bat.

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Von den Wadgasser Feuerwehren waren gemeinsam mit Wehrführer Guido Hübschen zwei weitere Feuerwehrkameraden mit in Polen. Besonders erwähnenswert an dieser Stelle, dass Wadgassen ein ausrangiertes komplettes Löschfahrzeug beisteuern konnte, das vor Ort in Polen noch gut einige Jahre Dienst tun wird, hier bei uns aber als veraltet eingestuft ist und zur Verwertung anstand. (Siehe hierzu den ausführlichen Bericht in dieser Ausgabe der Wadgasser Rundschau) Ich danke an dieser Stelle unserer freiwilligen Feuerwehr, aber auch den Kameraden der anderen beteiligten Feuerwehren sehr herzlich. Es ist nicht selbstverständlich innerhalb von wenigen Tagen pro Strecke deutlich über 1200 km zurückzulegen, um selbstlos den in Not geratenen Menschen in Polen zu helfen.

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Eine prima Leistung! Meine Achtung dafür.

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Landrat Patrik Lauer und Wadgasser Feuerwehrleute mit Kameraden anderer Feuerwehren aus dem Landkreis beim Verladen in das Wadgasser Fahrzeug vor Abfahrt nach Bochnia/Salzberg. Bei meinen Urlaubs-Friedhofs-Rundgängen geht es heute zum Spurker Friedhof. Dort haben wir das Baumgräberfeld nun fertig gestellt und für eine Belegung entsprechend vorbereitet. Planausschnitt Gedenkort und Spurker Friedhof Noch nicht versehen mit einer nachsommerlichen Bepflanzung ist das Umfeld dieser Urnengräberfelder bereits jetzt besonders naturnah umgesetzt und bereichert die Erscheinungsform der Grabstätten am Spurker Friedhof. Engelsskulptur am Rand des Sternengräberfelds Blick auf das Baumgräberfeld Auch das mittlerweile fertiggestellte Sternenfeld, das zur Beisetzung tot geborener und früh verstorbener Kinder dient und neben dem Friedhof Neue Welt erst das zweite dieser Art im Landkreis Saarlouis ist, hat mit seiner sternförmigen Weggebung und der das Feld beherrschenden aus dem Holz geschnitzten Engelsfigur, die aus der alten Friedhofszeder entstanden ist, dem Bestattungsgarten auf diesem Friedhof eine besondere Wertigkeit gegeben, die dem gesamten Gedenkort zu Gute kommt. Wie gerade auch vorhandene Komponenten und Pflanzen der Friedhöfe zu wertvollen Elementen unserer vorgesehenen Neuausrichtung auf Bestattungsgärten Verwendung finden, zeigt ein riesiger Buchsbaum, der über Jahre mehrere Meter hoch in der Nähe unseres MahnmalGedenkhauses einen würdigen Platz hat und der bestens Witterung und diversen Schädlingen trotzt. Abschließend, gerade auch wegen des Anstieges der ‚Corona‘Zahlen, aber auch der oft unsachlich geführten Diskussionen zu den Themen ‚Maskenpflicht‘ und Hygiene-Vorsorge hier wie seit Beginn der ‚Corona‘-Pandemie unsere neusten ermittelten Zahlen für Wadgassen. Wie man an der eigens seitens der Gemeinde erstellten Kurve deutlich erkennen kann, halten sich die Zahlen auch in dieser Woche stabil und im Vergleich zur letzten Woche gleichbleibend. Wir können zufrieden sein, wenn es auch weiterhin so bleibt. Abschließend meinen Wunsch, dass die Öffnungen der Kitas und der Schulen nach dem Feiertag Mariæ Himmelfahrt hieran nichts ändern mögen. Bleiben Sie nach wie vor diszipliniert und halten Sie sich an die wenigen Auflagen, die einen sprunghaften Anstieg von Infektionen verhindert.

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Herzliche Grüße

Sebastian Greiber

Bürgermeister