13. Mai 2020 · KW 20/2020 · zuerst erschienen: Wadgasser Rundschau 20/2020
Greibers Woche – KW 20/2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit Beginn der ‚Corona‘-Pandemie und der damit verbundenen Regeln für Ausgang, Hygiene und Abstand waren wir bis jetzt in Wadgassen äußerst diszipliniert und vorbildlich. Das sehen wir deutlich an den wöchentlich ermittelten Zahlen, die ich seit einigen Wochen an dieser Stelle veröffentliche. Man erkennt eine Art ‚Einpendeln der Zahlen‘ und ein deutliches Abflachen der Kurve. Mit bislang insgesamt 97 Personen in Quarantäne, bisherigen 47 Personen, die sich infiziert hatten und mit mittlerweile bereits einer Zahl von 123 Wiedergenesenen. Bei bisher keinem Todesfall ist das eine gute Entwicklung. Helfen Sie bitte auch weiterhin alle mit, dass diese guten Trends erhalten bleiben und dass wir diesen Weg ebenso erfolgreich fortsetzen können.

Eine weitere erfreuliche Nachricht sind die große Solidarität und die Hilfsbereitschaft in unserer Gemeinde. Denn viele beteiligen sich am Nähen von Behelfsmasken. Wir haben mehr als 30 Näherinnen, die aus allen Ortsteilen kommen und bereits seit einigen Wochen beim Behelfsmasken-Nähen engagieren. Und das Generationen übergreifend. Hierfür an alle, die bisher mitgemacht haben meinen ganz herzlichen Dank. In dieser Ausgabe der Wadgasser Rundschau finden Sie einen ausführlichen Beitrag und einige Bilder, die die tolle Solidarität der Maskenproduktion zwischen unseren Bürgerinnen und Bürgern zeigen. Dank an dieser Stelle auch an die aus unseren KITAs kommenden ZuschneiderInnen, und den Fahrdienst von Ortsvorsteher Axel Martin, der die Näherinnen immer wieder mit neuem Material beliefert und die fertig genähten Masken abgeholt und weitergegeben hat. Näherinnen Danke auch an Familie Tascher, die mit Stoffgaben und Taschen das Verteilen der Materialien und das Einsammeln der Masken erst möglich gemacht haben. Anfangs wurde in Wadgassen für den Bedarf des Landkreises Saarlouis genäht und hier die Hilfsaktion mit unterstützt, die zur Versorgung für Pflegeheime, Praxen und weitere Bedürftige gestartet wurden. Seit der erfolgten Verteilung der Masken an die gesamte Bevölkerung Ende April können wir nun die in Wadgassen genähten Masken auch in Wadgassen verteilen. Das natürlich kostenfrei, aber gerne gegen eine Spende, die wir für Betroffene der ‚Corona-Krise‘ einsetzen. Weitere Informationen ab Seite 10 dieser Ausgabe. Kinderspielen draußen Aufatmen können seit letzter Woche auch Eltern und Kinder: Die meisten Spielplätze sind wieder geöffnet. Da ist es endlich wieder möglich, draußen zu toben und zu spielen. Aber Achtung: Keine Gruppen bilden, Abstand einhalten und die HinAxel Martin beim Ausliefern & Bild weisschilder beachten, die seitens der Gemeindeverwaltung an den Aus- und Eingängen der Spielplätze angebracht wurden. Dort ist auch jeweils die Höchstzahl der auf einem Spielplatz zugelassenen Personen angegeben. Folgende Spielplätze sind wieder geöffnet: Marktplatz Werbeln, Alter Sportplatz Differten, Marktplatz Hostenbach, Schäfereidell Wadgassen, Im Bungert, Schaffhausen, Natzfeld, Schaffhausen, Sitters, Spielplatz gegenüber dem Rathaus, Bisttalstraße Schaffhausen, Marktplatz Schaffhausen und im Wildpark Differten. Repariert und in Stand gesetzt werden momentan Spielplatz Kapeller Heck und der Spielplatz auf dem Glockenberg in Wadgassen. Übergang Hasengraben Mit unseren drei Warndt-Ortsteilen Werbeln, Differten und Friedrichweiler sind wir bereits seit fast 5 Jahren Teil der mit europäischen Mitteln aus dem LEADER-Fonds unterstützten Modellregion ‚LAG Warndt-Saargau‘. Einige Projekte sind hier bereits erfolgreich verwirklicht worden, wie beispielsweise das Demenz-Café ‚Vergissmeinnicht‘ des DRK in Differten oder die bereits vielfältig in den genannten Gemeindebezirken im Einsatz gewesenen Bürgerwerkstätten, um hier nur einige der laufenden Projekte zu nennen. Weitere Maßnahmen unserer LEADERProjekte sind nun ebenfalls fertiggestellt: Das ist zum einen die bereits erwähnte Bistbrücke im Bereich Eulenmühle (Differten) - wir berichteten in der letzten Ausgabe der Wadgasser Rundschau - und der neue Übergang von Friedrichweiler über den Hasengraben zum Waldfriedhof, der eine marod gewordene Brückenkonstruktion ersetzt. Brand KÖPIs Eck (ohne sichtbare Namen von Restaurant) Mit einem traurigen und einem positiv gestimmten Auge möchte ich angesichts eines Feuers und dem Einsatz unserer Freiwilligen Feuerwehr im Gemeindebezirk Hostenbach erinnern. Der Brand im Dachgeschoss eines Geschäfts- und Mehrfamilienhauses hat vergangene Woche viele Bürger verschreckt. Gottseidank befanden sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte an dem brennenden Haus, dessen Dachgeschoß leider völlig ausbrannte, keine Personen im Gebäude. Mit einem gekonnten Innen- und Außenangriff unserer feuerwehr war der Brand rasch unter Kontrolle gebracht. Ein großes Lob an dieser Stelle für den tadellosen Einsatz unserer Wehr unter der Einsatzleitung von Michael Levacher und allen anderen Einsatzkräften. Markplatz Wadgassen, Spangenberger Letztes Wochenende wäre traditionell auch in Differten die Kirmes gewesen. Nicht nur die Dorfgemeinschaft und die Kinder leiden unter den Absagen solcher traditionsreichen Feste. Insbesondere sind es die Schausteller deren Existenzen erheblich bedroht. Und was wäre unser Dorfleben ohne Kirmes? Wie SR und BILD-Zeitung bereits berichteten habe ich daher für Wadgassen genehmigt, dass Schausteller ihre ImbissStände an bestimmten Standorten in der Gemeinde aufstellen dürfen. Auch andere Kommunen haben mittlerweile diese Idee aufgegriffen, die versucht, in Not geratenen Unternehmen zu unterstützen. Damit soll den Budenbesitzern ein wenig geholfen werden, die ansonsten extreme Ausfälle aufgrund der momentanen Beschränkungen zu verzeichnen haben. Den Anfang machte bereits vergangene Woche ein Crêpes-Stand der Wadgasser Schaustellerfamilie Spangenberger auf dem Wadgasser Marktplatz. Ab dem 14. Mai positioniert sich „Harrys Eis“ der Familie Doerks am Marktplatz Werbeln mit einem reichhaltigen Eis-Angebot. An dieser Stelle meine herzliche Bitte an die Bevölkerung, diese Anbieter zu unterstützen, damit wir auch im kommenden Jahr wieder Kirmes feiern können. Nach den Wetterkapriolen der Eisheiligen kommt nun auch wieder der Frühling zurück und ich hoffe, dass wir dann auch weiterhin im Umgang mit der Pandemie diszipliniert und gesund bleiben.




Herzliche Grüße
Sebastian Greiber
Bürgermeister