Greibers Woche – KW 41/2019

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

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Ernte- und Herbstfeste finden derzeit an vielen Orten im Saarland statt. Bei uns in Friedrichweiler war am vergangenen Wochenende die herbstliche Franziskus-Kirmes, das letzte Kirchweihfest in Wadgassen für dieses Jahr. Auch in diesem Jahr hat die Dorfgemeinschaft in Friedrichweiler am Samstag wieder mit einem großen Umzug durch den Ort die „Kirw“ eröffnet. Toll, wie groß in jedem Jahr auch die Resonanz bei den Besuchern ist.

Mit dem Start des Oktober 2019 beginnt nun schon meine zweite Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Wadgassen. Der erste Beigeordnete Jürgen Fäh übergab mir hierzu in der letzten Gemeinderatssitzung die Ernennungsurkunde.

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Ich bin stolz und dankbar, was wir gemeinsam in den letzten 5 Jahren erreicht haben. Mit 71% in meine zweite Amtszeit gewählt worden zu sein ist ein riesengroßer Vertrauensvorschuss, den Sie mir mit auf den Weg gegeben haben. Ich werde mich auch in den kommenden 10 Jahren mit aller Kraft für unsere Gemeinde einsetzen.

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Eine sehr lobenswerte Initiative des Wadgasser Fitness-Studios ‚Stay Fit‘ und des gesamten Teams um Manuela Denis möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Es geht um den kleinen Eliot. Er ist 4 Jahre alt und kämpft seit Sommer 2017 gegen den Krebs. (Neuroblastom Stufe 4). Nach vorerst erfolgreicher Behandlung standen seine Chancen gut - aber der Krebs ist erneut zurückgekommen.

Letzte Chance Elliot zu retten ist eine spezielle Immuntherapie aus den USA. Doch die vielleicht lebensrettende Therapie muss aus eigenen Mitteln finanziert werden. Elliot ist am 26.09. in Amerika angekommen. Stay-Fit hat dazu zu einem Solidaritäts-Day aufgerufen und dabei gemeinsam mit anderen Studios insgesamt einen Betrag von 6430,85 Euro gesammelt. Der Anteil von Stay-Fit lag allein bei 521,35 € - eine tolle Aktion des Wadgasser Unternehmens für den kleinen Elliot. Wir drücken ihm und seinen Angehörigen die Daumen auf Besserung und Heilung!

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Der nun vor der Tür stehende Herbst ist auch die Zeit im Jahr, in der das Erinnern und Gedenken bei der Bevölkerung wieder in den Vordergrund rückt. Mit der Umsetzung unseres Gedenkortes Spurker Friedhof haben wir während der letzten drei Jahre ein Zeichen gesetzt in Sachen Erinnerungskultur. Mit dem ‚Mahnmal gegen das Unrecht‘ haben wir erstmals für den Wadgasser Raum ein sichtbares Zeichen errichtet, das die Vertreibung und Ermordung jüdischer und aller anderen verfolgten und ermordeten Bürger behandelt. Ebenso erinnert es an die in unserer Gemeinde internierten und eingesetzten Zwangsarbeiter. Im ebenfalls eingerichteten Gedenkraum werden kontinuierlich durch Darstellung die Ergebnisse der weiteren Aufarbeitung begangener Verbrechen veröffentlicht.

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So besuchten im Spätsommer 2019 Vertreter der seit 2018 formierten ‚Landesarbeitsgemeinschaft Erinnerungsarbeit im Saarland‘ Wadgassen und unseren neuen Gedenkort, um sich vor Ort ein Bild von dieser Gedenkstätte zu machen.

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Unter Führung des Vorsitzenden Frank-Matthias Hofmann und des Mitglieds des Sprecher_innenrates, Dr. Frank Hirsch, machte sich die Saarbrücker Delegation ein ausführliches Bild vom Gedenkort Spurker Friedhof und dem derzeitigen Stand der Recherchen bezüglich der Aufarbeitung der Themen: Flucht, Vertreibung, Ermordung und weiterer Beispiele von an Menschen im Wadgasser Raum begangenen Unrechts. Auch der Künstler des Mahnmals, Wilhelm-Michael Kasakow, war mit vor Ort, um den Besuchern Details seiner künstlerischen Umsetzung zu erläutern.

Nach der Besichtigung vor Ort war Frank-Matthias Hofmann begeistert vom Gedenkort und der Art und Weise der bisher geleisteten Aufarbeitung. Er lobte vor allem den Mut einer Kommune wie Wadgassen, das Wagnis eines solchen Gedenkortes zu leisten. Ebenso war die Delegation der LAG Erinnerungsarbeit angetan von der zeitgemäßen Art der Aufarbeitung historisch brisanter Fragen, die einen über einen QR-Code unmittelbar am Mahnmal mit einer Internetseite verbinden

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Herzliche Grüße

Sebastian Greiber

Bürgermeister