29. Juli 2015 · KW 31/2015 · zuerst erschienen: Wadgasser Rundschau 31/2015
Greibers Woche – KW 31/2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Interkommunale Zusammenarbeit war das Thema einer Podiumsdiskussion im Petri Hof in Bous. Gemeinsam mit meinen Bürgermeister-Kollegen Stefan Louis (Bous), Hartwin Faust (Ensdorf), Hans-Joachim Neumeyer (Schwalbach) und Klaus Meiser (Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag) aus Saarbrücken ging es dabei darum, wie die Zusammenarbeit mit den Kommunen insgesamt verbessert werden kann. Das geschah vor dem Hintergrund des Junkernheinrich-Gutachtens, welches alle Städte und Gemeinden im Saarland zu anhaltendem Sparen verpflichtet.
Bereits unmittelbar nach meinem Amtsantritt im letzten Jahr habe ich die Zusammenarbeit mit unseren Nachbargemeinden gesucht. Mit der Gemeinde Bous und Schwalbach machen wir schon viele Dinge gemeinsam. An dieser Stelle möchte ich nur noch einmal auf die gemeindeübergreifende Nutzung eines Kehrfahrzeuges hinweisen. Auch die Bauhöfe kooperieren auf dem „kleinen Dienstweg“ sehr gut miteinander. Aktuell prüfen wir in Arbeitsgruppen die zukünftige Zusammenarbeit beim Standesamt und im sog. „Backoffice“ wie z.B. der Personalabrechnung. Wichtig war mir aber auch die Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Überherrn.

Um in Zukunft Kosten einzusparen, gehört auch der Neubau des zentralen Feuerwehrgerätehauses für die Löschbezirke Wadgassen, Hostenbach und Schaffhausen. Beim Spatenstich wurde der Weg für ein modernes Feuerwehrhaus vorgenommen. Im Beisein des Wadgasser Ortsvorstehers Hans - Jürgen Köhnen, des Schaffhauser Ortsvorstehers Guido Schuhmacher und des stellvertretenden Ortsvorstehers von Hostenbach, Manfred Theobald, sowie Vertreter der drei Löschbezirke brachten wir ein für die Gemeinde wichtiges Projekt auf den Weg. Wenn alles gut läuft, werden wir in knapp zwei Jahren mit der Fertigstellung rechnen können. Die Investitionssumme liegt bei 1,4 Millionen Euro wovon 1 Million bezuschusst werden. Nach Abschluss der Maßnahme verfügen unsere Einsatzkräfte über eine moderne Schlauchwaschanlage, eine elektronisch gesteuerte Torzufahrt und weiteren drei Fahrzeugboxen.
Geld gespart hat die Gemeinde Wadgassen auch bereits bei der Anschaffung von modernster Ausrüstung für unsere Feuerwehr. Es ist noch nicht so lange her, dass die Wadgasser Feuerwehr ausrücken musste, um auf dem Gelände von Sascha Morschett (MWM) einen Brand zu löschen. Dies nahm der Geschäftsführer jetzt zum Anlass den Wadgasser Einsatzkräften eine Wärmebildkamera im Wert von rund 7.000 Euro als Dankeschön zu spendieren.
Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Kamera wandelt sie Infrarotstrahlung in ein Bild um. Wärme wird von ihr erfasst und sichtbar gemacht. Dadurch macht sie sich zu einem fast unentbehrlichen Helfer für professionelle und ehrenamtliche Rettungskräfte.
Die Wärmebildkamera wird im Kommandofahrzeug des Wehrführers deponiert. Sie wird überwiegend zum Aufspüren von Brandnestern und bei der Personensuche eingesetzt. Darüber hinaus auch zur Ortung von Verletzten und Vermissten bei Verkehrsunfällen (insbesondere Nachts) und ABC - Alarmeinsätzen.

Nicht nur unser Wehrführer Guido Hübschen hat sich sehr über die Wärmebildkamera gefreut. Auch ich möchte mich im Namen der Gemeinde Wadgassen für diese großzügige Unterstützung bedanken. Dies bestätigt wieder einmal mehr, dass wir gemeinsam mehr für unsere Gemeinde erreichen können.
Abschließend möchte ich mich an dieser Stelle bei den zahlreichen Gratulationen zu unserer kirchlichen Hochzeit am vergangenen Wochenende sehr herzlich bedanken.
Herzliche Grüße
Sebastian Greiber
Bürgermeister