8. Juli 2015 · KW 28/2015 · zuerst erschienen: Wadgasser Rundschau 28/2015
Greibers Woche – KW 28/2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die hochsommerlichen Temperaturen in der vergangenen Woche veranlassen mich auf eine Problematik hinzuweisen, die uns alle außerordentlich betrifft. Der Appell der Gemeindewerke Wadgassen, unnötigen Trinkwasserverbrauch zu reduzieren blieb leider ohne Wirkung. Im Gegenteil: der Wasserverbrauch stieg weiter deutlich an.
Deshalb mussten wir am vergangenen Wochenende den Hochbehälter an der Grenze zu Völklingen mit Hilfe des THW mit zusätzlichem Trinkwasser unterstützen. Auch unsere Freiwillige Feuerwehr, sowie die Mitarbeiter der Gemeindewerke waren im Einsatz. Dafür meinen herzlichen Dank!

Denn für einen dauerhaften um rund 50% höheren Durchschnittsverbrauch ist der Trinkwasser-Zulauf in die Hochbehälter der Gemeinde Wadgassen nicht ausgelegt. Die Zuleitungen zu den Hochbehältern und die Hochbehälter selbst stammen aus den 1960er Jahren. Das Leitungssystem wurde in den letzten 30 Jahren leider nicht darauf angepasst, solche Verbrauchsspitzen über längere Zeiten aufzufangen. Seit dieser Zeit sind jedoch viele Neubaugebiete und Verbraucher hinzugekommen, ohne dass die Hochbehälter hier entsprechend für solche Situationen angepasst wurden.
Daher ärgere ich mich, dass es überhaupt zu dieser Situation gekommen ist und an diesem Wochenende so viele ehrenamtliche Helfer von THW und Feuerwehr im Einsatz waren. Denn dieses notwendige Projekt wurde zuvor Jahr um Jahr geschoben, obwohl die akute Problematik seit Jahren bekannt und auch in der Vergangenheit in regelmäßigen Abständen zu Engpässen geführt hatte. Dieses Risiko wollte der neue Geschäftsführer, Franz-Josef Loscar in Absprache mit dem Aufsichtsrat und mir, in Zukunft nicht mehr eingehen! Darum haben wir bereits im vergangenen Jahr den Bau einer zusätzlichen Zuleitung zum Hochbehälter Wadgassen beschlossen. Leider sind die laufenden Baumaßnahmen aber erst in ein paar Wochen abgeschlossen. Die Hitzewelle hat uns damit ein paar Wochen zu früh getroffen.
Dank der von THW, Feuerwehr und den Gemeindewerken verlegten provisorischen Zuleitung, brauchen wir uns bis zur Inbetriebnahme der neuen Leitungen keine Sorgen mehr über einen ausreichenden Wasserzulauf zu machen. Nochmals mein herzliches Dankeschön an alle Helfer!

Aber das hochsommerliche Wetter bringt auch gute Nachrichten mit sich: Über 13.000 Besucher erfrischten sich letztes Wochenende im kühlen Nass unseres Parkbades. Große Freude bereitet mir auch unser Sommerprogramm im Parkbad. Schon jetzt weise ich Sie auf unsere Karibische Nacht am 17. Juli um 19.00 Uhr hin. Bei freiem Eintritt können Sie sich einen kühlen Cocktail zu lateinamerikanischen Rhythmen servieren lassen. Sportlich geht es einen Tag weiter, wenn der VC Warndt zum zweiten Mal ein
In der Lindenstraße 8 wurde am vergangenen Mittwoch ein neues Fotoatelier eröffnet. Das Fotostudio CAMOTEC hat sich auf Kinder- und Tierfotografie spezialisiert. Porträt- und Hochzeitsfotos sind natürlich auch möglich. Auf zwei Etagen können Fotos fast aller Themenbereiche gemacht werden. Was mich ganz besonders freut: Der Betrieb kann auch ausbilden, wie mir Inhaber Farid R. Nejad bei der Eröffnung versicherte. Vor Ort wird den Kunden Frau Susanne Smilek zur Verfügung stehen. Und: Einmal im Monat werden Workshops für Amateurfotografen und Profis zu verschiedenen Schwerpunkten rund ums Fotografieren angeboten. Die Öffnungszeiten sind von montags bis freitags in der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr und samstags nach tel. Vereinbarung unter Tel. Nr. (06834) 956 8329. Eine schweißtreibende aber nicht minder angenehme Angelegenheit war der 102. Geburtstag von Anna Klein geb. Daub aus dem Gemeindebezirk Hostenbach. Die vitale und rüstige Dame lebt noch allein in ihrem Haus in der Floßstraße und wird von ihrem Sohn fürsorglich versorgt. Sie liest noch jeden Tag die Zeitung und ist nach wie vor politisch interessiert, wie ich mit Freude feststellen konnte. Früher arbeitete sie auf der ehemaligen Glashütte in Wadgassen - mit ihrem Ehemann, der vor sechzehn Jahren verstarb, hat sie zwei Kinder. Zu diesem außergewöhnlichen Geburtstag gratulierten ihre Geschwister, ein Kind, fünf Enkel, sieben Urenkel und ein Ur-Ur Enkel. Wünsche, denen ich mich gemeinsam mit Ortsvorsteher Axel Martin und dem Kreisbeigeordneten Klaus Engel gerne anschloss.
Herzliche Grüße
Sebastian Greiber
Bürgermeister