Greibers Woche – KW 19/2015

Historische Abbildung aus Greibers Woche, Ausgabe 19/2015, Bild 1

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit nun 365 Tagen darf ich das Amt des Bürgermeisters ausüben. Für mich ist und bleibt dies mein absoluter Traumberuf. Vielen Dank für die vielen schönen Begegnungen, die tolle Unterstützung und die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr in unserer Gemeinde. Wir haben schon viel in meinem ersten Amtsjahr erreicht und einiges auf den Weg gebracht. Diesen konstruktiven Weg will ich mit Ihnen allen gemeinsam weiter gehen. Ich freue mich auf die nächsten Jahre!

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Weiter geht es auch im DEUTSCHEN ZEITUNGSMUSEUM Wadgassen. Dort ist seit Freitag eine Ausstellung unter dem Motto „KLUGE KÖPFE 20 Jahre F.A.Z. Imagekampagne“ zu sehen.

Vor zwanzig Jahren startete die Frankfurter Allgemeine Zeitung eine Werbeaktion mit vielen bekannten Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Wirtschaft.

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„Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ setzte Maßstäbe durch die besondere Art der Präsentation. Die Ausstellung KLUGE KÖPFE 20 Jahre F.A.Z. Imagekampagne, kann ich Ihnen nur empfehlen. Sie ist noch bis 21. Juni 2015 zu den üblichen Öffnungszeiten des DZS zu sehen.

Viel zu feiern gab es vergangene Woche in Schaffhausen: Mit der Eisernen Hochzeit bei den Eheleuten Luzia und Edmund Schmitt am vorvergangenen Montag in der Kirchstraße hatte ich die Gelegenheit ein Unternehmerehepaar der ersten Nachkriegsstunde kennenzulernen. Seit 65 Jahren sind die beiden verheiratet und haben auf diesem langen Weg Beachtliches geleistet. “Da Eddi kommt“, hieß es jahrzehntelang, als der Obst- und Gemüse - Kastenwagen jeweils mittwochs und samstags durch Schaffhausen fuhr.

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Gemeinsam mit Ortsvorsteher Guido Schumacher überbrachte ich die Wünsche der Gemeinde, welche ich auch Frau Anna Heisel aus Anlass ihres 90. Geburtstages am gleichen Tage aussprach. Sprichwörtlich kein Durchkommen gab es im Restaurant Bisttalstuben, wo die unglaublich rüstige und vitale Dame ihren Ehrentag verbrachte. Neben den Kindern und Enkeln waren zahlreiche Weggefährten, Nachbarn und Freunde der Einladung gerne gefolgt. In geselliger und trauter Runde wurden schöne Geschichten und Zeitgemäßes ausgetauscht - eine mehr als gelungene und nicht alltägliche Geburtstagsfeier.

Ein Garant für kommunalpolitisches Engagement und gelebtes Ehrenamt vollendete einen Tag später seinen 80. Geburtstag. In der Sengsterstraße in Schaffhausen hatte der sprichwörtliche „Wettergott“ ein Einsehen, denn das bereit gestellte große Festzelt diente überwiegend als Sitzgelegenheit für die vielen Gratulanten, welche dem ehemaligen und langjährigen Ortsvorsteher ihre Glückwünsche überbrachten.

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Die Verdienste von Albert Wagner an dieser Stelle aufzuzählen würde wohl aus Platzgründen nicht ausreichen.

Nicht nur in der Kath. Pfarrgemeinde seines Ortsteiles ist er nach wie vor aktiv - auch das in unmittelbarer Nähe zu seinem Anwesen befindliche DRK Gästehaus Schaffhausen liegt ihm am Herzen. In der Interessengemeinschaft Schaffhauser Ortsvereine ist sein Rat ebenso gefragt, wie beim Schaffhauser Brunnenfest. Seine Vorgängerin Frau Annemie Knecht, sowie Nachfolger Herr Guido Schumacher im Amt des Ortsvorstehers wünschten ihm weiterhin diese vitale Schaffenskraft - Wünsche, denen ich mich gerne anschloss.

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Im Kulturhaus Hostenbach empfing ich vergangene Woche unsere Flüchtlinge und Flüchtlingsbeauftragten zu einer kleinen Willkommensfeier. Auch etliche Vermieter von Wohnungen waren anwesend. Über 50 Flüchtlinge sind derzeit in der Gemeinde untergebracht - die Akzeptanz in der Bevölkerung ist sehr gut. Bei meinen Gesprächen mit unseren neuen Mitbürgern war es mir wichtig auszuloten, wo der Schuh drückt. Beeindruckt und zugleich erschüttert bin ich immer noch von den abenteuerlichen Erlebnissen der Flüchtlinge auf ihrem Weg hierher. Ob monatelange Fußmärsche um die halbe Welt, oder die lebensgefährliche Überfahrt über das Mittelmeer - viele von den unglaublichen Bildern, die uns täglich in den Nachrichten erreichen, wurden mir vor Ort im Detail aus erster Hand geschildert. Umso erstaunlicher ist die gute Stimmung und hohe Motivation bei jedem der sympathischen Flüchtlingen. Die Integration der Menschen in einem fremden Land ist keine einfache Sache. Dazu bedarf es der Hilfe vieler. So sind besonders deutsche Sprachkurse wichtig. Sie sollten ausreichend angeboten werden, um die vorhandenen Verständigungsdefizite abzubauen. Denn den Erfolg solcher Angebote belegen die vielen Flüchtlinge, die sich bereits nach wenigen Monaten sehr gut auf Deutsch verständigen können. Aber auch die Umschreibung der Führerscheine, Freizeitaktivitäten und Hilfe bei Behördengängen waren weitere Themenschwerpunkte dieser rundum gelungenen Veranstaltung.

Herzliche Grüße

Sebastian Greiber

Bürgermeister